Mittwoch, 30. September 2015

Das Smart Bike - Fahrrad und Computertechnik

Das Smart Bike - Fahrrad und Computertechnik


Das Fahrrad gehört zu den ältesten und beliebtesten Fortbewegungsmitteln. Ob der Weg zum Bäcker, auf die Arbeit, in die Schule oder an den See, die Ausfahrt ist mehr als eine Pflicht. Für viele ist das Treten in die Pedale ein fester Teil des Lebens geworden, Fahrrad fahren zum Hobby avanciert. Zu spüren ist dies auch an der Umsetzung innovativer Produkte. Seien es Sensoren zur Bestimmung der Puls- und Trittfrequenz oder die Gadgets zur Messung der körperlichen Fitness, das Fahrradfahren wird durch die digitale Revolution in neue Bereiche vordringen.

Die neuen Fahrräder vertrauen nicht nur auf elektrischen Antrieb, sondern kommunizieren auch mit dem Smartphone. Doch was bedeutet die neue Technik für Fahrer, die einfach nur die Schönheit des Lebens auf zwei Rädern genießen wollen? Wird sich das Fahrradfahren durch die moderne Technik grundlegend ändern?

Was kann das smarte Fahrrad?


Das smarte Fahrrad profitiert von der Technik rund um Smart Phones. Halterungen für Android und iPhone gibt es schon seit Jahren. So konnte das Navigationsangebot des Handys genutzt werden, es fungierte als Fahrradcomputer. Die modernen Lösungen sind noch ausgeklügelter. Das Smartphone steht noch immer im Zentrum der Entwicklung. Durch die Verbindung von diversen Bestandteilen und die Bestückung mit Sensoren gelingt es, eine technische Einheit rund um die zwei Räder zu konstruieren. 



Smarte Technologie bedeutet nicht, dass das Fahren an sich erleichtert wird, so wie es mit den modernen Pedelecs der Fall ist. Die Veränderung betrifft in erster Linie Sicherheitsaspekte, die Kommunikation während der Fahrt und andere kleine Details. Ein Beispiel für den innovativen Charakter von Projekten zeigt sich in COBI. Die smarte Vernetzung sorgt nicht nur für Sicherheit während der Fahrt, sondern ermöglicht es auch, das Rad mit einem noch besseren Gewissen im Fahrradständer anzuschließen.

Navigation und Diebstahlschutz



Rad und Fahrer können auf langen Strecken oder auch auf kurzen Ausfahrten neue Wege entdecken. Die Navigation mit der klaren Anzeige des Standorts ermöglicht es, immer sicher und in der geplanten Zeit anzukommen. Die Möglichkeiten gehen bei vielen Projekten weit über das Finden von Straßen auf einer Karte hinaus. Mit einem Chip im Fahrrad ist es möglich, das geliebte Zweirad auch im Fall eines Diebstahls wiederzufinden. Der Chip zeigt dann den konkreten Standort auf dem Smartphone an. Das Rad kann so einfach ausfindig gemacht und die Polizei informiert werden. 

Vernetzung



Die Möglichkeiten der Vernetzung lassen Telefonate einfach während der Fahrt annehmen. Über die mit dem Smartphone verbundene Freisprecheinrichtung stellt dies keine Beeinträchtigung dar. Der Fahrradhersteller Canyon stellte 2015 einen App-fähigen Fahrradcomputer vor, mit dem nicht nur die Fahrzeit angezeigt, sondern auch gegen andere Fahrer angetreten werden kann. Zeiten und Strecken können einfach direkt vom Rad aus geteilt werden. 

Die Vernetzung betrifft nicht nur die Anwendungen auf dem Smartphone. COBI arbeitet mit einem Eingabegerät am Lenker, über welches auch angezeigt werden kann, wenn eine Spur gewechselt wird. Die Rückleuchte fungiert somit auf Knopfdruck als Blinker, was vor allem im dichten Straßenverkehr der Rushhour von Vorteil ist und eine aktive Verbesserung der Fahrsicherheit darstellt. Das smarte Rücklicht erkennt auch, wenn der Fahrer bremst und gibt ein Signal, ganz wie beim Auto.

Das automatische Schloss



Viele Produkte fungieren als Diebstahlschutz. Sobald der Sensor eine Veränderung oder eine Erschütterung wahrnimmt, wird das Smartphone alarmiert und man kann einen Blick auf den Fahrradständer werfen und einen Diebstahl direkt verhindern. An der Fahrradgarage wird auch ein anderes Produkt interessant: das Skylock. Das Schloss wird mit dem Handy verbunden und reagiert dann darauf, ob sich das Gerät in der Nähe befindet. Wenn sicher der Fahrer mit dem Smartphone vom Rad entfernt, wird das Schloss automatisch verschlossen, wenn er sich nähert, öffnet es sich.

Smarte Technologie vs. Minimalismus



Die moderne Technik benötigt oft nicht viel Platz und stört darum bei allen, die das Rad gern clean halten, kaum. Auch wer am Rad nicht mehr als eine Bremse hat, wird von gewissen Techniken, wie dem smarten Schloss profitieren können. Die moderne Technik wird von einigen dennoch als überflüssig wahrgenommen und wirklich verübeln kann man es nicht. Am schönsten ist die Ausfahrt noch immer, wenn es hauptsächlich um die Strecke, den Fahrer und das Rad geht. Wer davon profitieren möchte, während der Fahrt im Kontakt mit Bekannten zu stehen, die Playlist direkt am Rad auszuwählen oder auch das Smartphone an einem Akku zu laden, kann mit den neuen Produkten viel Freude erfahren.
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