Montag, 28. September 2015

Mit dem Fahrrad in der Bahn: Die Flexibilität nutzen

Mit dem Fahrrad in der Bahn: Die Flexibilität nutzen


Die Bahn macht es möglich, dass mit dem Rad größere Distanzen zurückgelegt werden können. Das Bahnfahren mit dem Zweirad ermöglicht einen unkomplizierten Transport, damit der Aktivurlaub in fast jedem Wunschgebiet stattfinden kann. Der Reiz, neue Strecken und Touren im In- und Ausland zu entdecken, wird durch die Bahn ermöglicht. Damit die Fahrradmitnahme keinen Stress hervorruft, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. 


Die Fahrradmitnahme anmelden


Die Fahrradmitnahme in der Bahn erfolgt oft in separaten Fahrrad-Abteilen!
Die Fahrradmitnahme in der Bahn erfolgt oft in separaten Fahrrad-Abteilen!

Damit das Fahrrad nicht schon zu Beginn der Reise an einem Fahrradständer am Bahnhof stehen gelassen werden muss, sollte die Mitnahme des Rades angemeldet werden. Das gilt für den InterCity, den EuroCity und alle D-Züge. Auf Fahrten mit einem ICE müssen Sie bei Ihren Reisen verzichten, denn hier wurden keine Fahrradabteile für die Mitnahme von Rädern integriert. Mit der Reservierung, die übrigens keine zusätzlichen Kosten verursacht, besteht eine Stellplatzgarantie. Wurde das Fahrrad nicht vorher angemeldet, ist eine Mitnahme bei vollen Zügen nicht gewährleistet. Die Reservierung kann frühestens drei Monate vor dem Reiseantritt getätigt werden. Auch einen Tag vor der Abreise ist die Buchung noch möglich. Ein Ticket für den Fahrradtransport im Fernverkehr kostet neun Euro. Wer im Besitz einer BahnCard ist, der kann auch bei der Fahrradmitnahme sparen. Damit kostet ein Fahrradticket sechs Euro. Auch bei Reisen in das Ausland muss das Rad angemeldet werden. Das Fahrradticket für weitere Fahrten innerhalb der EU kostet zehn Euro und beinhaltet bereits eine Stellplatzreservierung. Wer zusätzlich zum Rad einen Anhänger mitführt, der benötigt dafür ein zweites Fahrradticket. Ausnahmen sind Klappräder. Sie werden wie ein herkömmliches Gepäckstück behandelt und benötigen kein Fahrradticket. 

Teamwork ist gefragt



In den Zügen des Fernverkehrs gibt es spezielle Fahrradabteile, die mit einer Fahrradhalterung an der Decke ausgestattet wurden. Das ermöglicht eine platzsparende Unterbringung der Räder, so dass die Fahrgäste noch genügend Stauraum für das Fahrradgepäck haben. Damit der Ein- und Ausstieg sowie das Verstauen der Räder reibungslos funktioniert, sollten Sie im Team zusammenarbeiten. Die Türen der Fernverkehrszüge sind nicht besonders breit. Es empfiehlt sich daher, das Reisegepäck vor dem Einstieg vom Fahrrad abzunehmen. Eine Person sollte sich um das Einladen des Gepäcks kümmern, während sich im besten Fall zwei Personen um die Räder kümmern. Sollten Sie alleine oder mit Kindern reisen, so bitten Sie andere Fahrgäste um Hilfe. Jeder hilft gerne, da der Zug durch das schnelle Verladen auch pünktlich abfahren kann. Auch die Zugbegleiter können informiert werden, wenn Sie das Verladen der Räder nicht selbstständig bewältigen können. 

Fehlende Fahrradständer am Bahnsteig - oft fehlen direkt am Bahnsteig geeignete Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder
Fehlende Fahrradständer am Bahnsteig - oft fehlen direkt am Bahnsteig geeignete Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder

Günstige Alternativen


In den Regionalzügen der Deutschen Bahn können Fahrräder auch ohne Platzreservierung mitgenommen werden. Voraussetzung ist, dass der Zug genügend Kapazitäten für den Transport der Fahrräder hat. Zwar sind die Regionalzüge mit Fahrradabteilen in ausreichender Anzahl ausgestattet. Jedoch kann es vor allem in der Hauptsaison zu überfüllten Abteilen kommen. Dann kann die Fahrt mit einem Rad verweigert werden, auch wenn Sie über ein gültiges Fahrradticket verfügen. Informieren Sie sich daher bereits vor der Reise über Zugverbindungen, die ein hohes Reiseaufkommen haben könnten. Diese werden auf den Internetseiten der Deutschen Bahn markiert. Wer mit dem Nahverkehr reist, der spart Geld. Ein Ticket für die Fahrradmitnahme kann einen ganzen Tag lang genutzt werden. Der Ticketpreis ist einheitlich und unabhängig von der gewählten Strecke. Der Nachteil an der Reise mit dem Nahverkehr besteht darin, dass die Fahrtzeiten meist deutlich länger sind, als mit dem Fernverkehr. Sie müssen hier teilweise mehrere Umstiege bewältigen. 


Sicherheit im Zug



Die Fahrradabteile in den Zügen sind explizit für den Transport von Fahrrädern gedacht. Sollte das Abteil mit kleineren Gepäckstücken bestückt, so können Sie die Mitreisenden freundlich darauf hinweisen, dass der Platz für die Fahrräder vorgesehen ist. Für kleinere Gepäckstücke gibt es in den Zügen Vorrichtungen zum Verstauen. Anders ist die Situation, wenn das Fahrradabteil mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen voll ist. Diese dürfen in dem Abteil stehen. In Nahverkehrszügen ist das Platzangebot in der Regel ausreichend, da jeder Wagon über ein Fahrradabteil verfügt. Im Fernverkehr befinden sich die Abteile am vorderen oder hinteren Ende des Zuges. Ist die Verladung der Fahrräder inklusive Gepäck geglückt, so kann die Fahrt fast losgehen. Vorher sollten einige Sicherheitsregeln berücksichtigt werden. Die Fahrräder müssen sicher in den Radaufhängungen der Fernverkehrszüge verstaut werden. Regionalzüge haben keine Aufhängevorrichtungen. Hier werden die Räder an die Seite gestellt und mit einem Gurt befestigt. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie auch einen Spanngurt im Gepäck haben, damit Sie Ihr Rad optimal befestigen können. Wenn Sie nicht direkt neben Ihrem Rad Platz nehmen, sollten Sie es mit einem Schloss gegen Diebstahl absichern. Stellen Sie Ihr Rad so ab, dass es andere Fahrgäste nicht beim Ein- und Ausstieg behindert. Türen und Gänge müssen freigehalten werden, damit die Reise problemlos fortgeführt werden kann. Packtaschen sollten immer vom Rad abgenommen und in den Gepäckvorrichtungen verstaut werden. Das spart Platz und ermöglicht ein leichteres Verstauen der Räder.
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